Der Leistenbruch zählt zu den häufigsten Formen von Hernien. Die Kanäle in der Leistenregion können aufgrund angeborener oder später erworbener Ursachen eine geschwächte Struktur aufweisen. Eine Schwäche in diesen Kanälen führt dazu, dass Organe aus ihrer normalen Position hervortreten. Eine deutliche Manifestation dieser Erkrankung ist die Bildung von Schwellungen. Bei einigen Patienten gehen Schmerzen mit den Schwellungen einher.

Es gibt verschiedene Arten von Leistenbrüchen, darunter die direkte Leistenhernie, die indirekte Leistenhernie und die Oberschenkelhernie. Der direkte Leistenbruch tritt bilateral auf und durchbricht die Bauchdecke. Bei der indirekten Leistenhernie handelt es sich um eine Form von Hernie, die durch den Leistenkanal entsteht. Leistenbrüche, die durch das Passieren der als Oberschenkelring bezeichneten Öffnung entstehen, werden als Oberschenkelhernien bezeichnet. Letztere sind häufiger bei Frauen.

Wie erfolgt der chirurgische Eingriff bei einem Leistenbruch?

Bei einer Leistenhernienoperation wird ein chirurgisches Material namens Patch verwendet. In offenen Operationen wird das Pflaster auf dem Fasziengewebe platziert, während es bei geschlossenen Operationen auf das intraabdominale Gewebe aufgebracht wird. Die Anbringung des Pflasters im Abdomen bietet nach der Operation einen höheren Komfort für den Patienten. Im Gegensatz dazu kann es bei einem Patch auf dem Fasziengewebe zu Rissen oder Verschiebungen kommen, insbesondere wenn der Patient hustet, sich anstrengt oder schwere Lasten hebt. Daher erweist sich eine geschlossene Leistenhernienoperation als wesentlich vorteilhafter für den Patienten.

Was sind die Unterschiede zwischen offener und geschlossener Leistenhernienchirurgie?

Offene und geschlossene Leistenhernienchirurgie unterscheiden sich in Bezug auf die Vorteile für Patienten und Ärzte. Im Verlauf der Zeit haben laparoskopische Verfahren die traditionellen offenen Operationen, die seit Jahren angewendet wurden, verdrängt. Bei der laparoskopischen Methode erfolgt der Zugang zum Abdomen durch einen sehr kleinen Einschnitt. Im Gegensatz dazu sind die Schnitte bei offenen Operationen größer, was auch zu einer längeren Erholungszeit führt. Nach einer laparoskopischen Leistenhernienoperation erholt sich der Patient schneller, und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Auftretens der Krankheit wird reduziert.

Was sollte nach einer Leistenhernienoperation berücksichtigt werden?

Nach einer laparoskopischen Leistenhernienoperation sind bestimmte Maßnahmen erforderlich, um den Heilungsprozess zu fördern. Dazu gehören das Vermeiden schwerer Lasten, das Unterlassen von anspruchsvollen Übungen und das Vermeiden übermäßiger Anstrengung. Um Ihr Leistenbruchproblem nach einem reibungslosen Operationsverlauf durch regelmäßige Nachsorge und Kontrollen zu bewältigen, steht Ihnen der Facharzt für Allgemeinchirurgie Dr. Özhan Çetindağ jederzeit zur Verfügung.